Marienschule präsentierte sich zum Tag der offenen Tür
Oberschule hat auch inhaltlich einiges zu bieten

Einer guten Tradition folgend, öffnete die Treuener Marienschule am 27. Januar von 10.00 bis zirka 13.00 Uhr ihre Türen für die Öffentlichkeit. Vor Ort konnte man sich von der Bildungs- und Erziehungsarbeit überzeugen und sich ein umfassendes Bild von der gesamten Schule machen.

Insbesondere waren die Schüler der vierten Klassen der Lessingschule sowie der Grundschule Thoßfell eingeladen, zusammen mit ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern die über 100-jährige Bildungsstätte zu besuchen.

Regen Zuspruch fanden dabei im Anbau die naturwissenschaftlichen Fachkabinette, wo man zum Beispiel in Chemie die „Geldzinkerei“, das Vergolden und Versilbern von Geldstücken bestaunen konnte. Daneben erfreuten sich eine kleinen Tierausstellung und das Mikroskopieren in Biologie, die Physikexperimente  oder die Austellung im Fachkabinett Geografie großer Beliebtheit. Im Kunsterziehungszimmer konnte man sich bei Zufallsbildern kreativ betätigen.

Reges Treiben herrschte aber auch in den anderen Fachkabinetten. Auf besonderes Interesse stieß in diesem Jahr erneut eine Gruppe von ehemaligen und aktuellen Schülern der Marienschule, die sich der Wikingerzeit verschrieben haben. Mit ihren Foltergeräten, Rüstungen, Waffen und sonstigem Zubehör sorgten „Die Mannen vom Holzbachtal“ für ein tolles Flair im Schulhaus. So war erneut die Schandgeige bei den Besuchern gefürchtet.

Zweimal unterhielten Schüler der Schule die Besucher im Musikzimmer mit einem musikalischen Programm.

Jedes Fach hatte sich mit vielen unterschiedlichen Betätigungsmöglichkeiten auf die zahlreichen Gäste eingestellt. Alle Fragen wurden durch die Fachlehrer der Schule beantwortet. Der Schulleiter, Herr Eisel, gab den Eltern zukünftiger Schüler einige Hinweise zum Übergang auf die Oberschule. Dieser Vortrag wurde sehr gut angenommen.

Neben den regulären Schulfächern präsentierten sich auch wieder viele Ganztagesangebote den Besuchern. So informierten zum Beispiel Herr Rehm über die Möglichkeit des Schachspielens nach dem Unterricht und Herr Sommer über das Angebot „Zweiradtechnik“. Die Sozialarbeiterin der Schule, Frau Schneider, beantwortete ebenfalls viele Fragen der Besucher.

Selbstverständlich stand am Ende des Rundganges wieder ein kleiner Imbiss in der modernen Hauswirtschaftsküche für alle bereit. Dies nutzten dann auch wieder viele „Ehemalige“, die an diesem Tag wieder mit ihren Lehrern und Mitschülern ins Gespräch kamen.


Die „Mannen vom Holzbachtal“ unterstützten auch in diesem Jahr
den Tag der offenen Tür tatkräftig


Dicht umlagert war die Tierausstellung im Biologiezimmer

Das Team vom Schülercafé und die Klasse 9a versorgten die Gäste
in der Lehrküche mit Speisen und Getränken


Immer wieder sehr beliebt bei den Gästen
ist die Ausstellung alter Schulfotos

 
Fotos/Text:  A. Mönnig

Zeitzeugen der DDR in der Marienschule


Nils Rogahn (10b) überreicht ein kleines Dankeschön

Die beiden Zeitzeugen, Herr Dr. Edmund Käbisch aus Zwickau und Frau Sabine Popp aus Neumark, gestalteten am 15.01. jeweils 3 Unterrichtsstunden für die beiden 10. Klassen.

Unter dem Thema „Missachtung der Menschenrechte in der DDR“ wurden die Schüler mit dem System der DDR vertraut gemacht, besonders das Ministerium für Staatssicherheit, die Stasi, wurde den Schülern nähergebracht. Zu diesem Thema berichtete Sabine Popp, die selbst jahrelang im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen gesessen hatte, über ihr Schicksal.

An der Sprachlosigkeit der Schüler konnte man erkennen, dass dieser Vortrag Spuren bei den Schülern hinterlassen hat, oder zumindest zum Nachdenken angerregt hat. Es wurden einige Filme und Kurzvideos zur DDR geschaut und unter anderem über die Symbole Stacheldraht, Kerze und Bibel diskutiert, sowie über die wichtigen Menschenrechte gesprochen. Zum Schluss wurde uns die Person Dr. Edmund Käbisch noch einmal als ein Akteur der friedlichen Revolution nähergebracht.

Als Abschluss wurde ein Film über das Stasi-Gefängnis Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) angeschaut, um die menschenunwürdigen Bedingungen und die damals abgelaufenen Schrecken nachvollziehen zu können.

Im Namen der beiden zehnten Klassen wollen wir uns bei Herrn Dr. Käbisch und Frau Sabine Popp für die interessanten, berührenden und vor allem ehrlichen Worte bedanken. Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute und können das Projekt „Missachtung der Menschenrechte in der DDR“ dringend weiterempfehlen. Vielen Dank!

Fragen von den Schülern wurden ausführlich beantwortet


Herr Dr. Käbisch und Frau Sabine Popp

 
Text/Fotos: Lukas Lorber, 10a